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Handwerk – Mit Meisterbrief

Zulassungspflichtige Handwerke

Der Meisterbrief wird für „gefahrgeneigte und ausbildungsintensive Tätigkeiten“ verlangt (zulassungspflichtige Handwerke; Anlage A der Handwerksordnung). Damit gemeint sind Berufe, in denen durch unsachgemäße Ausübung Gefahren für die Gesundheit oder das Leben von Kunden u.a. drohen. Diese Berufe dürfen nur von Personen ausgeübt werden, die tatsächlich ihr „Handwerk verstehen“ und dies durch die bestandene Meisterprüfung nachweisen können.

Ausnahmebewilligungen sind nach dem Handwerksrecht möglich. Derjenigen, der ein solches zulassungspflichtiges Handwerk ausüben darf, ist es aber nicht erlaubt, wesentliche Tätigkeiten eines anderen zulassungspflichtigen Gewerks zu verrichten, für das er keine Meisterprüfung abgelegt hat. Es sei denn, die Arbeiten hängen mit dem Leistungsangebot seines Handwerks technisch oder fachlich zusammen oder ergänzen es wirtschaftlich. Allerdings ist es (nach § 7a HwO) jedem Meister eines zulassungspflichtigen Handwerks oder einer Person, die dieses per Ausnahmebewilligung ausüben darf, möglich, ohne weiteren Meisterbrief die Ausübungsberechtigung für ein anderes zulassungspflichtiges Handwerk zu erlangen.

Dafür muss er die erforderlichen Kenntnisse oder Fertigkeiten durch Lehrgänge oder Prüfungen nachweisen. Die Abschlüsse von staatlich geprüften Technikern und Ingenieuren werden der Meisterprüfung gleichgestellt.

Handwerksmeister ist …

… wer nach Bestehen der Gesellenprüfung die Meisterprüfung bestanden hat. Diese umfasst vier Prüfungsteile:

  1. die meisterhafte Verrichtung wesentlicher Tätigkeiten des jeweiligen Handwerks
  2. die erforderlichen fachtheoretischen Kenntnisse
  3. die erforderlichen betriebswirtschaftlichen, kaufmännischen und rechtlichen Kenntnisse
  4. die erforderlichen berufs- und arbeitspädagogischen Kenntnisse

(Quelle: GründerZeiten 18, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-Christophe-Fouquin – Fotolia.com)

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