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Handwerk – Mit oder ohne Meisterbrief

„Am Anfang waren Himmel und Erde. Den ganzen Rest haben wir gemacht. Das Handwerk“. So ist es auf einem der aktuellen Plakate des Deutschen Handwerkskammertags (DHKT) e.V. zu lesen, mit denen das Handwerk selbstbewusst für sich wirbt. Zu Recht, denn es blickt – was z. B. Aufträge und Umsätze angeht – auf ein Rekordjahr 2016 zurück. Die konjunkturelle Lage wird von den Betrieben des Handwerks so gut beurteilt wie noch nie. Es stimmt also immer noch: Handwerk hat goldenen Boden. Das gilt sowohl für bestehende Betriebe als auch für Gründerinnen und Gründer.

Besonders wichtig: Qualifikationen

Wer im Handwerk erfolgreich sein will, muss das zu Wegebringen, was auch für alle anderen Branchen gilt: beispielsweise ein stimmiges Unternehmenskonzept, eine ausreichende Finanzierung oder ein passendes Marketing. Und die Qualifikationen müssen stimmen. Je nach Qualifikation gibt es dabei unterschiedliche Möglichkeiten, einen Betrieb zu gründen. Denn: Im Handwerk wird unterschieden zwischen dem zulassungspflichtigen Handwerk, dem zulassungsfreien Handwerk und handwerksähnlichen Gewerben.

Zulassungspflichtiges Handwerk

Wer sich in einem zulassungspflichtigen Handwerk selbständig machen will, benötigt dafür einen Meisterbrief: also den Nachweis darüber, die Meisterprüfung in seinem Handwerk bestanden zu haben. Für die Zulassung zur Meisterprüfung reicht es aus, wenn Prüflinge eine Gesellen bzw. Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf bestanden haben. Einen solchen Meisterbrief muss man für alle Handwerksberufe vorweisen können, die in der Anlage A der Handwerksordnung (HwO) aufgeführt sind (zulassungspflichtige Handwerke). Und nur mit bestandener Meisterprüfung kann man sich Meister oder Meisterbetrieb nennen.

Zulassungsfreie Handwerke und handwerksähnliche Gewerbe

Ohne Meisterbrief kann man ein Unternehmen in den sogenannten zulassungsfreien Handwerken und handwerks­ähnlichen Gewerben gründen und führen. Sie sind in den Anlagen B1 und B2 der Handwerksordnung nachzulesen

(Quelle: GründerZeiten 18, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-styleuneed – Fotolia.com)

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