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Facebook Ads Erfolgsfaktoren: Die Bildauswahl ist entscheidend

Wollen Sie mit Ihren Facebook Werbeanzeigen Erfolg haben, muss nicht nur das Produkt stimmen und der Text passen, sondern auch das Bild zum Klick anregen. Müssen Sie Bildmaterial erst in Auftrag geben, kann das allerdings mitunter zeitaufwendig und kostspielig sein. Deswegen bedienen sich viele Unternehmen an Stockfotos – aber diese sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Damit Sie in Zukunft die richtige Bildauswahl treffen und auf einen großen Fotopool zurückgreifen können, haben wir hier einige Tipps für Sie:

1. Farbenlehre

Die sieben Farbkontraste von Johannes Itten werden in jeder Designausbildung gelehrt. Aber zu wissen, welche Farben gut miteinander harmonieren ist ein entscheidender Vorteil bei der Erstellung und Auswahl von Grafiken.

Mit diesem Tool können Sie das auch ganz einfach selbst herausfinden – sogar ganz ohne Grafikausbildung. Hier stellen Sie den Regler einfach auf „Komplementärfarben“ und schon werden Ihnen alle passenden Farben angezeigt. Sie können sich aber natürlich auch in der monochromen Farbumgebung umschauen. Was am besten zu ihrer Marke passt, entscheiden Sie natürlich selbst.

2. Keine leeren Versprechungen

Der User muss direkt erkennen können, um welches Produkt oder welche Dienstleistung es in der Anzeige geht. Wählen Sie also Bilder, die tatsächlich genau das zeigen, was Sie bewerben. Sonst wird der User Ihre zukünftigen Anzeigen nicht weiter beachten und genau das sollten Sie tunlichst vermeiden!

Die Bilder sollten auch immer eine positive Botschaft übermitteln und dem User den Mehrwert zeigen. Am besten versetzen Sie sich in die Lage und Stimmung Ihrer Zielgruppe und überlegen sich, was Sie an deren Stelle gerne sehen würden.

3. Darstellungsformate beachten

Je nach Einstellung, werden die Anzeigen sowohl am Desktop als auch am Smartphone angezeigt. Und je nach Position der Anzeige haben die Bilder ein anderes Format. Hier sollten Sie immer in der Vorschau darauf achten, wie das Bild bei den jeweiligen Platzierungen aussieht.

Damit ein anderes oder kleineres Format kein Problem darstellt, sollten Sie Bilder wählen, die nicht zu viel Bewegung zeigen, da sich die Details in der kleineren Ansicht schnell verlieren. Testen Sie doch auch mal das Anzeigenformat „Canvas“. Hier können Sie dem User mittels verschiedener Bilder und Texte eine kleine Geschichte erzählen. Ideal ist das für die Präsentation von neuen Produkten.

4. Die 20 Prozent Regel

Man sollte nicht zu viele Schriftschnitte miteinander mischen. In der Regel sollten ein bis zwei verschiedene Schrifttypen ausreichen, denn bei Facebook Anzeigen ist in der Regel nicht viel Platz vorhanden. Wichtig ist auch, dass Sie die berühmte „20 Prozent Regel“ von Facebook beachten.

Offiziell wurde diese Regel zwar abgeschafft, aber bei zu viel Text schränkt Facebook die Reichweite Ihrer Anzeigen ein. Vorsicht: auch Logos und ähnliches werden als Text gezählt.

5. Stockfotos statt eigenen Bildern?

Neben der Produktion von eigenem Bildern, können Sie auch auf Stockfotos zurückgreifen. Dies spart Zeit und Geld, jedoch gibt es einige rechtliche Dinge auf die Sie achten sollten.

Facebook räumt sich die Rechte zur Unterlizensierung ein, weswegen die großen Stockfoto Webseiten wie Fotolia und iStock eigene Regeln für die Benutzung der Bilder in den sozialen Netzwerken haben.

  • Die Bilder dürfen maximal 1.000 x 1.000 Pixel groß sein
  • Die Quelle und der Urheber müssen lesbar im Bild genannt werden. Wenn Sie die Bilder direkt bei Fotolia downloaden, gibt es hier mittlerweile die Social Media“ Option – diese Bilder sind dann direkt richtig formatiert.

Achten Sie unbedingt darauf, dass jede Bilddatenbank eigene Bedingungen für die Verwendung von Bildmaterial in sozialen Netzwerken hat. Wenn Sie bei anderen Webseiten nach Bildern suchen, werden Sie immer wieder auf verschiedene Lizenzkennzeichnungen stoßen. Damit Sie diese auch alle kennen, haben wir Ihnen hier die wichtigsten zusammengefasst:

Kürzel Bezeichnung
CC 0 Kein Copyright
CC by Namensnennung
CC by-sa Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen
CC by-nd Namensnennung, keine Bearbeitung
CC by-nc Namensnennung, nicht kommerziell
CC by-nc-sa Namensnennung, nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen
CC by-nc-nd Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung

Die Abkürzung »CC« vor jeder Lizenz steht für »Creative Commons«.  In Ergänzung der weiteren Kennzeichen beschreibt diese Abkürzung die verschiedenen Lizenz-Ebenen. Wenn Sie also ein Bild mit der Lizenz »CC 0« benutzen wollen, können Sie das mit ruhigem Gewissen tun, denn der Urheber hat hier alle Rechte abgegeben und hat keinen Einfluss darauf, was mit seinem Bild zukünftig passieren wird.

Komplett Lizenzfreie Fotos bekommen Sie in den Portalen Pixaybay.com oder Unsplash.com. Hier haben alle Bilder die Lizenz »CC 0« und sind somit frei verwendbar.

Damit Sie in Zukunft verschiedene Bilder in Ihren Anzeigen testen können und nicht lange nach dem passenden Material suchen müssen, empfehlen wir Ihnen eine Bilddatenbank. Speichern Sie sich die besten Bilder, die Sie bei Ihrer Suche finden in einem Ordner ab – so können Sie immer darauf zugreifen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren Anzeigen.

(Quelle: Keyvan Haghighat Mehr, Geschäftsführender Gesellschafter, media by nature)
(Bildnachweis: ©-coramax – Fotolia.com)

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