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Steuern – Die sechs häufigsten Steuerfehler bei Gründungen

  1. Ungünstige Rechtsform

Viele junge Unternehmen starten als GmbH. Nachteil: Es fällt Lohnsteuer für das Geschäftsführergehalt an, obwohl das junge Unternehmen womöglich noch gar keinen Gewinn erzielt.

TIPP: Prüfen Sie, ob z. B. in der Startphase eine GbR für Sie in Frage kommt.

  1. Zu niedrige Steuervorauszahlungen

Nach Gründung des Unternehmens dauert es in der Regel zwei Jahre, bis der erste Einkommensteuerbescheid vorliegt. Bei zu niedrigen Einkommensteuervorauszahlungen können Einkommensteuernachzahlungen für zwei bis drei Jahre das Unternehmen in ernsthafte finanzielle Engpässe führen.

TIPP: Eine freiwillige Anpassung der Vorauszahlung nach oben kann daher sinnvoll sein.

  1. Fehlende Verträge

In den Betrieben von Gründern und jungen Firmen hilft oft die ganze Familie kräftig mit. Geschieht dies ohne Arbeitsvertrag und Gehalt, verzichtet die Familie auf Steuervorteile. Denn bei der Einkommensteuer hat jedes Familienmitglied eine ganze Reihe persönlicher Freibeträge, die oft ungenutzt verfallen.

TIPP: Prüfen Sie, welche Freibeträge in Ihrem Fall in Frage kommen. Oft leihen Familienangehörige auch Geld oder stellen Räumlichkeiten zur Verfügung.

TIPP: Aus steuerlicher Sicht kann es sich hier lohnen, Darlehens- bzw. Mietverträge abzuschließen.

  1. Falsches Timing bei der Umsatzsteuer

Viele Gründer beantragen in der Anfangsphase dauerhaft eine Fristverlängerung zur Voranmeldung der Umsatzsteuer. Das bedeutet aber, dass eventuelle Vorsteuererstattungen dann erst einen Monat später eintreffen.

TIPP: Verzichten Sie bei hohem Liquiditätsbedarf eher auf die Fristverlängerung.

  1. Fehler bei der Umsatzsteuer

Wegen nicht ordnungsgemäßer Belege (z. B. ist auf Rechnungsbelegen für gekaufte Waren die Mehrwertsteuer nicht ausgewiesen) wird der Vorsteuerabzug nicht anerkannt. Dadurch wird bares Geld verschenkt.

TIPP: Achten Sie darauf, Rechnungen korrekt und vollständig auszustellen und korrekt ausgestellt zu erhalten.

  1. Mängel in der Buchführung

Mängel in der Buchführung (falsche Kontierung, Verbuchung fehlerhafter Belege, auf denen die Mehrwertsteuer fehlt, Zeitverzögerung bei der Durchführung usw.) führen nicht selten dazu, dass zu wenig oder zu spät Umsatzsteuer gezahlt wird. Bei Anträgen auf Herabsetzung von Steuervorauszahlungen können dem Finanzamt dann oft auch keine aussagefähigen Unterlagen vorgelegt werden.

TIPP: Sorgfältige und zeitnahe Buchführung. Expertenweisheit: Wer seine Buchführung im Griff hat, hat sein Unternehmen im Griff

(Quelle: GründerZeiten 09, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-Stauke – Fotolia.com)

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