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Steuern – Praxistipps

Steuerberater

Es ist in aller Regel ratsam, vor dem Unternehmensstart und auch danach bei der Unternehmensführung einen Steuerberater an seiner Seite zu haben. Steuerberater helfen bei steuerrechtlichen Fragen, bei betriebswirtschaftlichen Belangen und der Wahl der Rechtsform. Betriebswirtschaftliche Beratungen können für kleine und mittlere Unternehmen durch das Förderprogramm „Förderung unternehmerischen Know-hows“ gefördert werden.

Bei der Suche und Auswahl eines Steuerberaters helfen:

Umsatz- und Gewinnerwartungen realistisch einschätzen

Nicht selten geraten Unternehmen in unnötige und ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten, vor allem dann, wenn gleichzeitig mit der Steuerforderung auch noch weitere Rechnungen bezahlt werden müssen oder Kunden ihre Verbindlichkeiten noch nicht beglichen haben. Dabei sollten sie ihre Umsatz- und Gewinnerwartungen realistisch einschätzen. Wer hier zu knapp kalkuliert, muss im Folgejahr im Zweifelsfall größere Steuernachzahlungen bewältigen. Wer merkt, dass er tatsächlich zu knapp kalkuliert hat, sollte das seinem Finanzamt mitteilen.

Investitionsabzugsbetrag

Investitionen werden oft längerfristig geplant. Manche Einzelunternehmer und Personengesellschaften (z. B. Betriebsvermögen nicht über 235.000 Euro) können bis zu 40 Prozent der voraussichtlichen Kosten für eine geplante Investition (auch für gebrauchte Wirtschaftsgüter) vom Unternehmensgewinn abziehen. Die Summe aller abgezogenen Beträge darf insgesamt 200.000 Euro nicht überschreiten.

Rechnungen

Damit das Finanzamt Rechnungen als gültige Belege anerkennt, müssen diese korrekt ausgestellt sein. Dazu gehören:

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift Ihres Unternehmens
  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des Leistungsempfängers
  • Datum der Rechnung
  • Ihre Steuernummer oder Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
  • fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände bzw. Umfang und Art der sonstigen Leistung
  • Zeitpunkt der Lieferung oder sonstigen Leistung (Kalendermonat ist ausreichend)
  • Nettobetrag der Lieferung bzw. sonstigen Leistung
  • Umsatzsteuersatz (19 Prozent oder 7 Prozent)
  • die Höhe des Steuerbetrags oder im Fall der Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung bzw. sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt
  • bei Ausstellung der Rechnung durch den Leistungsempfänger die Angabe „Gutschrift“

Mit dem PC ins Finanzamt

Mit dem Finanzamt kann man in der Regel elektronisch kommunizieren. Dabei hilft ElsterFormular, die kostenlose Software für die elektronische Steuererklärung unter www.elster.de. ElsterFormular unterstützt bei

  • Anmeldung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung
  • Antrag auf Dauerfristverlängerung
  • Einkommensteuererklärung
  • Einnahmenüberschussrechnung
  • Gewerbesteuererklärung
  • Lohnsteuer-Anmeldung
  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Umsatzsteuererklärung
  • Umsatzsteuervoranmeldung
  • Zusammenfassende Meldung

Achtung: Unternehmer sind in vielen Fällen verpflichtet, Anträge, Meldungen oder Bescheinigungen dem Finanzamt elektronisch zu übermitteln: z. B. Umsatzsteuer-Voranmeldung, Antrag auf Dauerfristverlängerung, Anmeldung der Sondervorauszahlung, Zusammenfassende Meldung.

(Quelle: GründerZeiten 09, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-Franjo – Fotolia.com)

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