Drucken

Start-ups: Seed-Phase: Unternehmensstart finanzieren Teil 2

European Angels Fund (EAF)

Ähnlich wie bei INVEST, richtet sich auch der European Angels Fund (EAF) an Business Angels und andere nicht-institutionelle Investoren mit dem Ziel, innovative Unter­nehmen in der Gründungs-, Früh- oder Wachstumsphase finanziell zu stärken. Die Förderung besteht aus einer Ko-Finanzierung. Das bedeutet, der EAF beteiligt sich an einem jungen Unternehmen mit derselben Summe, die der Busi­ness Angel in das Unternehmen investiert (50:50 Ko-Inves­tition). Das Investment sollte zwischen 250.000 Euro und 5 Millionen Euro betragen.

ERP/EIF-Dachfonds

Um Venture-Capital-(VC)-Fonds Anreize zu bieten, in junge innovative Unternehmen zu investieren, bietet der ERP/EIF-Dachfonds Beteiligungen an. Er investiert in VC-Fonds, die sich in der Früh-, Entwicklungs- oder Wachstumsphase an Technologieunternehmen beteiligen. Das Programm zielt einerseits auf VC-Fonds, die mit Erstinvestments den Technologietransfer aus öffentlichen und privaten For­schungseinrichtungen unterstützen. Zum anderen richtet sich der ERP/EIF-Dachfonds an VC-Fonds, die Anschlussfi­nanzierungen für Technologieunternehmen in der Früh- sowie Wachstumsphase anbieten.

ERP-VC-Fondsinvestments

Auch die ERP-VC-Fondsinvestments beteiligen sich an VC-Fonds. Dabei handelt es sich um ausgewählte VC-Fonds, die in junge Technologieunternehmen investieren. Ziel ist es, damit insbesondere die Weiterentwicklung der innovati­ven Unternehmen zu ermöglichen. Die Beteiligungen wer­den durch die KfW-Bankengruppe zur Verfügung gestellt.

Unterstützung auf dem Weg in den internationalen Markt

Die meisten Start-ups peilen kurz- oder mittelfristig einen internationalen Markt an. Unterschätzt wird dabei in der Regel der zeitliche und finanzielle Aufwand für:

  • landesspezifische Markt- und Branchenrecherchen
  • Kundenakquise und Zielgruppenansprache
  • Beratung
  • Mitarbeiter vor Ort
  • Vertriebsaufbau
  • Marketingaktivitäten

Für Start-ups, die in den Informations- und Kommunikati­onstechnologien (IKT), im Fintech, Cleantech oder den Life-Sciences unterwegs“ sind, ist vor allem der US-amerikani­sche Markt aufgrund seiner Größe, seiner Einheitlichkeit und seiner Start-up-Hubs wie dem Silicon Valley besonders attraktiv. Doch der Wettbewerbsdruck ist für deutsche Unternehmen auf dem US-amerikanischen Markt weitaus größer als in Deutschland. Diese Erfahrung hat Dirk Kann­giesser, Co-Gründer und Geschäftsführer des German Acce­lerator, gemacht: Ein junges Unternehmen muss wissen, wie der amerikanische Markt tickt. Oft wird unterschätzt, dass die Markteinführung von Produkten meist länger dauert als geplant.“

German Accelerator

Mit dem German Acceleratorbietet das Bundeswirtschaftsministerium daher jungen Unternehmerinnen und Unter­nehmern aus Deutschland die Möglichkeit, den US- amerikanischen Markt kennenzulernen und Kontakte zu poten­ziellen Investoren und Kunden zu knüpfen.

Für Life Science-Gründungen: German Accelerator Life Sciences (GALS)

Der German Accelerator Life Sciences (GALS) fördert junge Unternehmerinnen und Unternehmen mit dem Fokus auf Digital Health, Diagnostik, Forschungsreagenzien, Medizin­technik, Plattformtechnologien oder Therapeutika. Sie kön­nen in Boston/Cambridge, im größten Life Sciences Cluster der USA, mehrere Monate lang ihre Geschäftsidee, Produkte und Dienstleistungen auf dem US-amerikanischen Markt testen und weiterentwickeln. Zudem bietet der GALS den Unternehmen Kontakte zu potenziellen Kunden, Mitarbei­tern, strategischen Partnern und Investoren.

Für Tech-Gründungen: German Accelerator Tech

Beim German Accelerator Tech erhalten Unternehmen aus der Hightech- und Digitalwirtschaft während ihres mehr­monatigen Aufenthalts in den USA Zugang zu umfassenden Mentoring- und Coachingangeboten. Geklärt wird u. a., ob der Businessplan für den US-Markt geeignet ist und eine weitere Internationalisierung (globales Benchmarking) er­möglicht. Ein Team von Serial Entrepreneurs, Experten und Kapitalgebern begleitet die Unternehmerinnen und Unter­nehmer an der Ost- und Westküste der USA: entweder in Palo Alto/San Francisco oder New York City.

Eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme beim Ger­man Accelerator ist, dass die Businesspläne der Bewerber ein hohes Wachstumspotenzial und internationalen Expan­sionscharakter aufweisen. Informationen zu allen weiteren Bewerbungsdetails finden Sie auf der Webseite des German Accelerator.

(Quelle: GründerZeiten extra, BMWi, Berlin)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Hinweis:
Bitte beachten Sie unsere Blogregeln. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihres Kommentars. Je nach Inhalt behalten wir uns vor, von einer Veröffentlichung abzusehen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars stimmen Sie der Veröffentlichung auf dieser Website zu. Auf Wunsch des Absenders können Kommentare auch wieder gelöscht werden. Bitte senden Sie in diesem Fall eine E-Mail an den Administrator.