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Start-ups: Finanzierung und Wagniskapital

Zuschüsse, Darlehen, Bürgschaften, Beteiligungen und Know-how: Das BMWi unterstützt Tech- und Life-Science-Start-ups, damit aus vielversprechenden Ideen erfolgreiche Unternehmen werden.

In Deutschland gibt es ein umfangreiches und kapitalkräftiges Angebot an Finanzierungsinstrumenten, die sich eng an den Bedürfnissen von innovativen Start-ups orientieren. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), das vom BMWi verwaltete ERP-Sondervermögen, die Bundesländer und ihre Bürgschaftsbanken, private Kapital­geber wie Business Angels und Venture-Capital-Gesellschaften unterstützen Start-ups in allen unternehmerischen Entwicklungsphasen.

Start-ups: innovativ und wachstumsstark

Der Bundesverband Deutsche Startups e. V. definiert Start-ups als Unternehmen, die

  • jünger als zehn Jahre sind und
  • mit ihrer Technologie und/oder ihrem Geschäftsmodell (hoch) innovativ sind und/oder
  • ein signifikantes Mitarbeiter- und/oder Umsatzwachs­tum aufweisen bzw. anstreben.

Die Bezeichnung „Start-up“ kann dabei branchenübergrei­fend für alle Gründerinnen und Gründer angewandt wer­den. Ihre volkswirtschaftliche Bedeutung zeigen Start-ups vor allem als Jobmotoren: Nach Analysen der KfW Banken­gruppe beschäftigen alle neu gegründeten Unternehmen, die nicht älter als ein Jahr sind, durchschnittlich 0,8 Mitar­beiter. Bei Start-ups sind es im vergleichbaren Zeitraum bereits durchschnittlich 3,5, stellt der Startup Monitor 2016 fest. Zugleich sind die heutigen Start-ups die Hidden Cham­pions von morgen: Mittelständische Unternehmen, die mit ihren innovativen Produkten und Diensten auf internatio­nalen Märkten führend sind.

Finanzierung sichert Unternehmensstart und -wachstum

Start-ups benötigen für Gründung, Wachstum und Interna­tionalisierung eine geeignete und zuverlässige Finanzie­rung. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie stellt daher neben den bewährten Förderdarlehen und Bürgschaften – als Ersatz banküblicher Sicherheiten – spe­zielle Finanzierungsinstrumente für innovative und tech­nologieorientierte Gründerinnen und Gründer zur Verfü­gung. Der Grund dafür liegt nicht zuletzt darin, dass die „klassische“ Gründungsförderung über Bankdarlehen für Start-ups eine eher untergeordnete Rolle spielt – insbeson­dere in der Pre-Seed- und Seed-Phase. Das ist insofern nachvollziehbar, als Banken und Sparkassen innovative Geschäftsmodelle und deren Marktpotenzial aufgrund des technischen Neuheitsgrads oft nur schwer einschätzen können.

Hinzu kommt der meist hohe Kapitalbedarf bei in der Regel fehlenden Sicherheiten. Und nicht zuletzt kann es gerade bei technologie- oder LifeScience-basierten Ausgründun­gen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf­grund der notwendigen Entwicklungsarbeiten bis zu meh­reren Jahren dauern, bis das Produkt oder Verfahren die notwendige Marktreife besitzt und das Unternehmen schwarze Zahlen schreiben kann.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert innovative Start-ups daher durch passgenaue Förderinstrumente und unterstützt damit

  • die Ausarbeitung von Businessplänen
  • zusätzliche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten, um Produkt oder Dienstleistung an den Markt anzupassen
  • die Entwicklung bis zur Serienreife
  • Investitionen in die technische Ausstattung des Unter­nehmens, um den Markteintritt zu realisieren
  • Marketing und Vertriebsaufbau
  • den internationalen Markteintritt

(Quelle: GründerZeiten extra, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-Franjo – Fotolia.com)

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