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Lokalisierung für Startups: Kostengünstige und effiziente Tipps

Eine gute Lokalisierung schafft für Startups den ersten Schritt in Richtung internationalen Erfolg. Auch, wenn Sie sich derzeit noch nicht vorstellen können, Ihr Produkt in anderen Ländern zu etablieren, sollten Sie diesen Schritt jedoch nie ausschließen, sondern von Anfang an die richtigen Vorkehrungen treffen. Denn eine kluge Planung ersetzt in vielen Fällen das fehlende Budget. Mit diesen Tipps gelingt die erfolgreiche Lokalisierung Ihrer Webseite.

#1: Die richtigen Sprachen wählen

In welche Sprachen Sie Ihre Webseite übersetzen lassen möchten, hängt von Ihren Zielländern ab. Meist kommen Sie schon mit Englisch sehr weit, wenn Sie Ihre Produkte auf dem englischsprachigen Markt, oder in Ländern mit einem hohen Englischniveau etablieren wollen. Wenn Sie sich beispielsweise die skandinavischen Länder oder die Niederlande für Ihre Lokalisierung ausgesucht haben, sind Sie mit einer englischsprachigen Übersetzung sehr gut bedient und müssen dank der guten Englischkenntnisse, die in diesen Ländern herrschen, keine länderspezifischen Übersetzungen mehr vornehmen.

Anders sieht es beispielsweise in China oder Lateinamerika aus. Zwar können Sie Sprachexperten zufolge mit Englisch 37% und mit Deutsch 8% der Online Wirtschaft erreichen, womit Sie schon ein breites Spektrum abgedeckt haben. Wenn Sie aber auch Länder mit niedrigerem Englischniveau erreichen möchten, sollten Sie eine Lokalisierung ins Chinesisch, Spanische und Japanische in Erwägung ziehen. Auch Französisch ist eine Sprache, mit der Sie viele Kunden erreichen, wie diese Infografik sehr schön veranschaulicht.

#2: Lernen Sie Ihren Markt kennen

Wenn Sie die Chance dazu haben, lernen Sie Ihren Markt vor Ort kennen. Zwar geht ein Flugticket auch ins Geld, aber dieses Geld ist sehr gut angelegt. Durch die Recherche vor Ort können Sie Ihren Horizont in Hinblick auf das zu erschließende Gebiet erweitern und auch Ihre potenziellen neuen Kunden beobachten. So gelingt es Ihnen, die Kultur Ihres Ziellandes zu verstehen, was essenziell für eine gelungene Übersetzung Ihrer Webseite ist.

Eine andere Möglichkeit, Ihren Markt kennenzulernen, funktioniert über Netzwerke. Wenn Sie weder die Zeit noch die Mittel haben, um die halbe Welt zu bereisen, suchen Sie sich jemanden, der beispielsweise schon in China war – oder idealerweise sogar gerade dort ist – und Ihnen etwas über die Menschen, die Kultur und das Land erzählen kann.

#3: Bauen Sie Ihre Kontakte im Zielland aus

Mit lokalen Kontakten zusammenzuarbeiten, bringt Ihnen einen wesentlichen Vorteil: Sie bekommen aus erster Hand eine realistische Einschätzung, ob Ihre Produkte im Zielland ankommen oder nicht. Außerdem sichern Sie sich durch das Insiderwissen entscheidende Marktvorteile. Diese Vorteile erreichen Sie zum Beispiel über kleinere Beteiligungen oder den Alpha-User-Status bei Apps und Online-Angeboten.

#4: Ein internationales CMS

Ein wichtiger Punkt, den Sie idealerweise von Anfang an bedenken sollten, ist die Wahl Ihres Content Management Systems, kurz CMS genannt. Wenn Sie den Schritt einer Lokalisierung zumindest nicht ausschließen, sollten Sie gleich von Anfang an ein CMS wählen, das internationale Inhalte unterstützt und das Hinzufügen von Übersetzungen nicht allzu schwierig macht.

Ein gutes CMS lässt Sie zudem eine länderspezifische Formatierung durchführen. Damit ist gemeint, dass User aus Ihren Zielländern beispielsweise in Ihrem Online-Shop die eigene Postleitzahl angeben, oder Ihre Telefonvorwahl auswählen können. Dies ist übrigens auch wichtig, wenn Sie nur im deutschsprachigen Raum agieren. Wenn Sie nicht daran denken, eine Formatierung für alle Länder hinzuzufügen, können Kunden aus Österreich und der Schweiz nicht bei Ihnen bestellen und Ihnen entgeht eine wichtige Profitquelle.

Zusatztipp: Ein CMS, das für mehrsprachige Inhalte gut geeignet ist, ist WordPress. Die Software können Sie in vielen Fällen kostenlos herunterladen und mit zahlreichen Plug-Ins versehen, mit denen Sie Übersetzungen schnell und einfach umsetzen können.

#5: Keine maschinellen Übersetzungen!

Auch, wenn es sehr verlockend erscheint, Ihre Texte einfach in Google Translate einzugeben, lassen Sie es lieber sein. Zwar geht die Übersetzung schnell, einfach und ist noch dazu kostenlos – aber wenn Sie hier sparen, sparen Sie am falschen Ende. Zwar sind maschinelle Übersetzer sehr zuverlässig, wenn es um die Übersetzung einzelner Wörter geht, aber sobald Sie ganze Sätze und größere Dokumente übersetzen möchten, überwiegen die Nachteile.

Beispielsweise kennt Google Translate keine Dialekte. Außerdem erkennt die Maschine keine Bedeutungszusammenhänge. Wirre Sätze und seltsame grammatische Strukturen sind die unvermeidliche Folge. Dies kann oftmals recht peinlich werden.

All diese Gründe sprechen für die Zusammenarbeit mit professionellen Übersetzern, die auf Ihr Zielland spezialisiert sind und somit nicht nur eine korrekte sprachliche Anpassung Ihrer Texte vornehmen können, sondern auch kulturelle Gepflogenheiten berücksichtigen. Zwar müssen Sie hierfür ein bisschen mehr Geld einplanen, aber Sie bekommen dafür eine seriöse Übersetzung, die das Vertrauen Ihrer Kunden weckt und sich wie ein Original liest.

Wenn Sie nicht ausschließen, Ihr Produkt künftig in anderssprachigen Märkten etablieren zu wollen, sollten Sie von Anfang an wie ein international agierendes Unternehmen denken. Da Sie als Startup allerdings noch nicht über dasselbe Budget verfügen, sollten Sie mit den vorhandenen Mitteln möglichst klug umgehen. Beobachten Sie Ihren Markt genau und treffen Sie dann die für Sie richtigen Entscheidungen. Klug gehandelt ist in diesem Fall halb gespart.

(Quelle: Ljubica Negovec, Allesprachen: Ihr Übersetzungsbüro)
(Bildnachweis:Pixabay.com)

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