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Gründungsfinanzierung – Zehn Merkpunkte für das Bankgespräch

Stundensatzrechner1. Gründlich vorbereiten

Zur Vorbereitung gehören für Gründerinnen und Gründer ein schriftlicher Businessplan (in Kurzform), für Unternehmerinnen und Unternehmer eine Unternehmensund Vorhabensbeschreibung. Überlegen Sie sich überzeugende Antworten auf mögliche Fragen. Nutzen Sie dafür die vielfältigen Informationsund Beratungsangebote der für Ihren künftigen Geschäftssitz zuständigen Industrieund Handelskammer bzw. Handwerkskammer.

2. Rechtzeitig Termin vereinbaren

Vereinbaren Sie frühzeitig einen Gesprächstermin mit der Bank. Aber nicht zu früh: Viele Gründerinnen und Gründer kommen erst kurz vor dem Gründungsstart und können dann die Bank im ersten Durchgang nicht überzeugen. Folge: Zeitdruck.

3. Selbstbewusst auftreten

Treten Sie selbstbewusst auf. Bedenken Sie, dass es das Geschäft der Kreditinstitute ist, Geld zu verleihen. Verhalten Sie sich also nicht wie ein Bittsteller. Übertreiben Sie es dabei aber nicht. Schaffen Sie vielmehr Vertrauen. Machen Sie deutlich, dass Sie Ihr „Handwerk“ verstehen und dass Sie einen Kredit zuverlässig zurückzahlen werden.

4. Berater mitnehmen

Sie können sich als „Verstärkung“ einen Gründungsoder Unternehmensberater Ihrer Wahl zum Bankgespräch mitnehmen. Er kann zu wichtigen Fragen eine fundierte Stellungnahme abgeben. Stimmen Sie aber auf alle Fälle die Gesprächsinhalte und taktik vorher ab. Letztendlich müssen Sie über alle Details Ihres Vorhabens Bescheid wissen und Auskunft geben können.

5. Rentabilität darlegen

Schildern Sie, warum die geplanten Investitionen notwendig sind. Begründen Sie, welches Umsatzund Ertragspotenzial Sie anpeilen. Belegen Sie Ihre Argumente mit Zahlen und den dazugehörigen Unterlagen.

6. Vergleichsangebote einholen

Gehen Sie nicht nur zu einer Bank oder Sparkasse. Holen Sie unbedingt Alternativangebote von anderen Kreditinstituten ein. Erwähnen Sie bessere Angebote in Verhandlungsgesprächen.

7. Verhandeln ist erlaubt

Verhandeln Sie ruhig. Wer nicht verhandelt, zeigt sich als schlechte Unternehmerin bzw. schlechter Unternehmer. Spielräume für Entscheidungen und Konditionen gibt es fast immer. Dafür lohnt es sich, die Angebote der KonkurrenzInstitute zu kennen.

8. Unterlagen stützen Argumente

Geben Sie Ihrer Gesprächspartnerin bzw. Ihrem Gesprächspartner das

sichere Gefühl, ein durchdachtes und aussichtsreiches Vorhaben mitzutragen. Zu diesem Zweck sollten Sie diese Unterlagen dabeihaben:

  • Lebenslauf mit beruflichem Werdegang
  • Arbeitsund Prüfungszeugnisse
  • Businessplan in Kurzfassung. Darin sollten beschrieben werden: Produktionsund Leistungsprogramm, Absatzund Kundenstruktur, Rechtsform, evtl. haftende Gesellschafter, Personalplanung
  • Umsatzund Kostenplan (möglichst mit Kostenvoranschlägen)
  • Verträge (Miet/Pacht, Gebiets, Leasing, FranchiseVerträge u. a.)
  • Nachweis über vorhandenes Eigenkapital
  • Liquiditätsplan
  • Rentabilitätsvorschau
  • Liste über Sicherheiten
  • Kapitaldienstberechnung: Liste der voraussichtlichen Zinsund Tilgungskosten über die zu beantragende Kreditsumme
  • Ggf. Bericht über eine Existenzgründungsberatung durch einen Berater

9. Protokoll schreiben

Halten Sie die wichtigsten Gesprächsergebnisse in einem Protokoll schriftlich fest. Schicken Sie es an Ihre Gesprächspartner und bitten Sie um eine Bestätigung.

10. Wenn die Bank „nein“ sagt

Das bedeutet nicht unbedingt das Aus für Ihr Vorhaben. Fragen Sie nach den Gründen für die Ablehnung. Überarbeiten Sie Ihr Konzept mit der fachkundigen Hilfe eines Gründungsberaters. Wenn die Bank mangelnde Sicherheiten als Ablehnungsgrund angibt, sollten Sie mit der Bürgschaftsbank in Ihrem Bundesland über eine Unterstützung sprechen. Verhandeln Sie auch mit anderen Kreditinstituten.

(Quelle: GründerZeiten 6, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: © lassedesignen – Fotolia.com)

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