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Gründungsfinanzierung – Leasing

© Butch - Fotolia.comEine besondere Variante der Gründungsfinanzierung ist Leasing. Der Begriff „Leasing“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „Mieten“ oder „Vermieten“. Wenn von Leasing die Rede ist, denken die meisten Menschen an Autos. Dabei können viele Arten von Investitionsgütern oder langlebigen Wirtschaftsgütern heute geleast werden: beispielsweise Immobilien, Büromaschinen, IT-Ausstattungen oder ganze Produktionsanlagen.

Leasing: ja oder nein?

Liquidität. Leasing kann der Liquidität nützen: Der Leasingnehmer verfügt ab der ersten Leasingrate über ein Produkt oder ein Objekt, das er nicht im Voraus bzw. ab dem Zeitpunkt der Nutzung komplett bezahlen muss. Der Leasingnehmer kann die Mittel anderweitig einsetzen und benötigt kein zusätzliches Eigenkapital.

Steuern. Leasingraten können als Betriebsausgabe steuerlich geltend gemacht werden. Aber: Vorteile durch Steuerersparnis greifen bei Gründerinnen und Gründern anfangs kaum, da sie erfahrungsgemäß in den ersten Jahren mehr Kosten als Umsätze haben. Die steuerlichen Belastungen halten sich daher in dieser Zeit sehr in Grenzen.

Kosten. Ob der Kauf eines Fahrzeugs oder einer Maschine per Kredit kostengünstiger ausfällt als die Anschaffung per Leasing (einschließlich Liquiditätsverbesserung und Steuerersparnis), ist nicht einfach zu berechnen. Hier sollte der Leasingfachmann und/oder Steuerberater helfen.

Service. Einige Leasinggesellschaften, insbesondere Hersteller-Leasinggesellschaften, bieten ihren Kunden Zusatzleistungen an: z. B. Wartungs- und Versicherungsverträge oder besondere Service-Angebote: Softwareservice, ein komplettes Maschinen- und Fuhrparkmanagement oder die Übernahme der Baubetreuung beim Leasing von Immobilien. Die Kosten für diesen Service sind in entsprechend höheren Leasingraten enthalten.

Sicherheiten. Viele Gründerinnen und Gründer sehen Leasing als Möglichkeit, neben Bankkrediten und öffentlichen Fördermitteln eine zusätzliche Kreditquelle zu erschließen. Leasinggesellschaften prüfen allerdings nach den gleichen Bonitätsgrundsätzen wie die übrige Kreditwirtschaft. Und Gründerinnen und Gründer werden von Leasinganbietern bonitätsmäßig erfahrungsgemäß zurückhaltend beurteilt.

Pflichten. Dem „Mieter“ bzw. Nutzer des Leasingobjekts werden beim Leasing Risiken und Pflichten übertragen, die bei „traditioneller Miete“ üblicherweise der Vermieter trägt. So haftet der Leasingnehmer für Beschädigungen und ggf. für den Ausfall des Produkts. Er muss Reparaturen ausführen und das Objekt instand halten.

(Quelle: GründerZeiten 6, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: © Butch – Fotolia.com)

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