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Arbeitslosigkeit – Die richtige Versicherung

Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung

RisikoFür Gründerinnen und Gründer aus der Arbeitslosigkeit gelten bei der Rentenversicherung, Krankenversicherung und Pflegeversicherung dieselben Rechte und Pflichten wie für alle anderen Selbständigen auch.

Arbeitslosenversicherung für Selbständige

Selbständige, die sich freiwillig in der Arbeitslosenversicherung weiterversichern möchten, müssen vor Aufnahme ihrer Tätigkeit innerhalb der letzten 24 Monate mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis, z. B. einem Beschäftigungsverhältnis, gestanden haben. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein durchgehendes versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis handelt oder ob einzelne Beschäftigungen zusammengerechnet werden. Auch der Bezug einer Entgeltersatzleistung, wie z. B. Arbeitslosengeld unmittelbar davor, wird als Voraussetzung akzeptiert.

Restansprüche geltend machen. Selbständige, die vor ihrer Selbständigkeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren und bereits Arbeitslosengeld bezogen haben, haben einen Restanspruch auf Arbeitslosengeld, wenn seit der erstmaligen Entstehung dieses Anspruchs noch keine vier Jahre vergangen sind. Dieser Restanspruch und der neu erworbene Anspruch durch die freiwillige Weiterversicherung werden zu einem Gesamthöchstanspruch zusammengerechnet.

Antrag. Der Antrag auf Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung muss innerhalb der ersten drei Monate nach Aufnahme der Selbständigkeit bei der Arbeitsagentur am Wohnort gestellt werden.

Bezug von Arbeitslosengeld

Arbeitslose, die Arbeitslosengeld beziehen und nur eine geringfügige selbständige Tätigkeit ausüben, sind über die Arbeitsagentur renten- und krankenversichert.

Bezug von Gründungszuschuss

Rentenversicherung. Beim Gründungszuschuss besteht grundsätzlich keine Pflicht zur Mitgliedschaft in der gesetzlichen Rentenversicherung. Eine Ausnahme bilden selbständig Tätige, die in § 2 Sozialgesetzbuch VI aufgelistet sind. Dazu zählen beispielsweise Handwerker, Hebammen, Lehrer, Künstler und Publizisten. Für sie besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung. Selbständige, die nicht versicherungspflichtig sind, können die Versicherungspflicht auf Antrag wählen oder freiwilliges Mitglied der Deutschen Rentenversicherung bleiben.

Krankenversicherung und Pflegeversicherung: Bezieherinnen und Bezieher des Gründungszuschusses können unter bestimmten Voraussetzungen bei ihrer Krankenkasse einen Antrag auf einen Mindestbeitrag stellen. Bei der Berechnung des Krankenversicherungsbeitrags wird die gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit berücksichtigt: also alle Einnahmen, die zur Bestreitung des Lebensunterhalts dienen. Beachten Sie bitte, dass Sie bei der Berechnung der Einnahmen auch den Gründungszuschuss berücksichtigen müssen. Die monatliche Pauschale zur sozialen Absicherung über 300 Euro bleibt dagegen außen vor.

Arbeitslosenversicherung. Bezieher des Gründungszuschusses können sich in der Arbeitslosenversicherung freiwillig weiterversichern. Den Antrag müssen sie innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der selbständigen Tätigkeit stellen.

(Quelle: GründerZeiten 16, BMWi, Berlin)

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