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Arbeitslosigkeit – Finanzierung von Kleingründungen

FinanzenDie meisten Gründungen aus der Arbeitslosigkeit sind so genannte Kleingründungen. Für diese Kleingründungen gibt es einige besondere Förderhilfen des Bundes und der Länder.

ERP-Gründerkredit – StartGeld

Gefördert werden Existenzgründerinnen und Existenzgründer, kleine Unternehmen und Freiberufler, die über die erforderlichen fachlichen und kaufmännischen Qualifikationen verfügen und deren Gesamtfremdfinanzierungsbedarf 100.000 Euro nicht übersteigt. Ist der Finanzierungsbedarf höher, kommt der KfW-Gründerkredit – Universell infrage. Finanziert werden Investitionen, auch Betriebsmittel, und zwar bis zu 100 Prozent. Eine Antragstellung ist bis zu einem Unternehmensalter von drei Jahren möglich. Gefördert wird auch eine Gründung im Nebenerwerb, wenn das Unternehmen mittelfristig auf den Vollerwerb ausgerichtet ist. Außerdem finanziert der KfW-Gründerkredit – StartGeld nach einem unternehmerischen Scheitern auch erneute Gründungen.

Höchstbetrag: 100.000 Euro

Laufzeit: Fünf bis zehn Jahre und ein bis zwei tilgungsfreie Anlaufjahre. Eine außerplanmäßige Tilgung ist nur gegen Vorfälligkeitsentschädigung möglich.

Teamgründung: Bei mehreren Gründern kann für das gleiche Vorhaben der Höchstbetrag je Gründer in Anspruch genommen werden.

Zinssatz: Der Zinssatz ist fest.

Sicherheiten: Sind Eigenkapital und Sicherheiten vorhanden, müssen sie auch zur Absicherung des Darlehens mit herangezogen werden. Allerdings wird ein Darlehen auch dann bewilligt, wenn diese nicht ausreichen, da die KfW Bankengruppe die Hausbank obligatorisch zu 80 Prozent von der Haftung freistellt.

Kombination mit anderen Fördermitteln: Eine Kombination mit anderen Existenzgründungsprogrammen ist nicht möglich. Der Gründungszuschuss der Arbeitsagentur kann allerdings zeitgleich in Anspruch genommen werden.

Antragstellung: Der ERP-Gründerkredit – StartGeld muss vor Beginn des Vorhabens beantragt werden. Der Antrag an die KfW Bankengruppe muss über die Hausbank (Bank oder Sparkasse) des Gründers bzw. Unternehmers gestellt werden. Bei einer Kreditsumme von maximal 25.000 Euro ist dabei kein Liquiditätsplan notwendig.

Bürgschaften

Kreditinstitute erwarten meist bankübliche Sicherheiten für die Gewährung eines Kredites. Mangelt es beim Kreditnehmer an ausreichenden Sicherheiten, so können private (eher selten) oder öffentliche Bürgschaften der Bürgschaftsbanken weiterhelfen. Diese Bürgschaftsbanken, die Bürgschaften für mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Angehörige der Freien Berufe bei deren Kreditfinanzierung übernehmen, gibt es in jedem Bundesland. Sie sichern Kredite mit einer Bürgschaft von maximal einer Mio. Euro ab. Solche Ausfallbürgschaften sind für Banken und Sparkassen vollwertige Kreditsicherheiten.

Antragstellung: Der Antrag auf eine Bürgschaft wird gemeinsam mit der Hausbank bei der Bürgschaftsbank gestellt.

Bürgschaft ohne Bank: Gründerinnen und Gründer, die noch auf der Suche nach einer geeigneten Hausbank sind, können sich direkt an die Bürgschaftsbank in ihrem Bundesland wenden. Die Bürgschaftsbank prüft dann das Vorhaben und gibt nach positiver Beurteilung eine Zusage.

(Quelle: GründerZeiten 16, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-Tatjana-Balzer – Fotolia.com)

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