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Arbeitslosigkeit – Gute Voraussetzungen für eine Gründung

Existenzgründung Businessplan MarketingFast ein Viertel aller Gründerinnen und Gründer (und zwar im Vollerwerb) war zum Zeitpunkt der Gründung arbeitslos: Das berichtet der KfW-Gründungsmonitor 2014. Damit diese Gründungen aus der Arbeitslosigkeit von Erfolg gekrönt sind, müssen auch sie beherzigen, was für alle Gründungen gilt: Voraussetzung für diesen Erfolg ist eine gründliche Vorbereitung. Häufiger Grund arbeitsloser Gründerinnen und Gründer, die sich selbständig zu machen, ist, dass für sie trotz intensiver Suche kein passendes Beschäftigungsverhältnis in Sicht ist.

Wollen statt müssen

Die überwiegende Mehrzahl der Gründerinnen und Gründer aus der Arbeitslosigkeit muss nicht nur, sondern will auch selbständig werden, so DIW und IZA. Eine wichtige Erkenntnis. Immerhin hängen Wohl und Wehe von Gründungen aus der Arbeitslosigkeit entscheidend von den Motiven der Gründerinnen und Gründer ab. Je mehr die Geschäftsidee, die Überzeugung, eine Marktlücke entdeckt zu haben, oder der Wunsch, sein eigener Chef zu sein, im Vordergrund stehen, desto größer ist der Erfolg der neuen Unternehmen.

Gute Voraussetzungen für eine Gründung

Nicht jeder, der ein eigenes Unternehmen gründen will, ist dafür geeignet. Und nicht jeder Versuch, eine selbständige Existenz aus der Arbeitslosigkeit zu gründen, ist erfolgreich. Es gibt dafür allerdings einige Erfolg versprechende gute Voraussetzungen.

Unternehmerpersönlichkeit

Für Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit Bedrohte, die den Weg in die Selbständigkeit einschlagen wollen, gelten Kriterien, die auch alle anderen Gründungen erfüllen müssen: Eigeninitiative, Entscheidungsfreudigkeit und Durchhaltewillen sind wichtige persönliche Voraussetzungen. Gründerinnen und Gründer müssen kreativ und lernfähig sein, Spaß an den eigenen Ideen haben, sich mit der eigenen Tätigkeit identifizieren und bereitwillig das unternehmerische Risiko tragen. Die zukünftigen Unternehmerinnen und Unternehmer sollten bereits Berufserfahrung gesammelt haben, die Branche, in der sie sich selbständig machen möchten, gut kennen und am besten auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führen können.

Selbständigkeit als Berufswunsch

Die Idee und der Antrieb, sich selbständig zu machen, sollten schon vorher, während der Berufstätigkeit, gereift sein. Die künftige Existenzgründerin bzw. der künftige Existenzgründer sollte im alten Arbeitsverhältnis bereits kreativ und eigenverantwortlich gearbeitet haben.

Tragfähigkeit der Gründungsidee

Viele Arbeitslose gründen aus der Not heraus ein eigenes Unternehmen. Wichtig ist also: Zunächst prüfen, ob eine berufliche Tätigkeit als Selbständige oder Selbständiger tatsächlich in Frage kommt und ob die Gründungsidee tragfähig ist.

Selbstvertrauen und Beratung

Je länger die Phase der Arbeitslosigkeit dauert, je mehr Bewerbungen man ohne Erfolg verschickt hat, desto unsicherer fühlt man sich. Treten nun während der Vorbereitungen auf die Gründung Schwierigkeiten auf, z. B. harte, kontroverse Verhandlungen mit Kreditinstituten oder Ämtern, dann ist die Gründerin oder der Gründer unter Umständen schnell frustriert und hat zu wenig Selbstvertrauen, um sich und ihre bzw. seine Geschäftsidee überzeugend zu verkaufen. In dieser Situation helfen professionelle Berater. Das Angebot an Beratungsleistungen und Hilfestellungen für potenzielle Gründerinnen und Gründer ist vielfältig. Es reicht von Tagesseminaren über mehrwöchige Schulungen bis zu Programmen, die eine langfristige „Rundum“-Betreuung und -Begleitung während und nach der Gründung anbieten. Beraterinnen und Berater der Agenturen für Arbeit, Kammern, Gründungsinitiativen usw. helfen festzustellen, ob die geplante Unternehmung überhaupt lebensfähig ist und ob der zukünftige Gründer die nötigen persönlichen und fachlichen Voraussetzungen mitbringt.

Gute Planung

Eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt: Kaum eine der von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Gründungen scheitert an fachlichen Mängeln. Defizite bestehen vielmehr in der unternehmerischen Kompetenz. Eine weitere Schwäche liegt im Finanzierungsbereich. Das Ergebnis der Studie macht deutlich: Je besser eine Gründung vorbereitet ist, je mehr Informationen die Gründerin oder der Gründer gesammelt hat, je qualifizierter sie oder er beraten und geschult wurde, desto geringer ist das Risiko zu scheitern.

(Quelle: GründerZeiten 16, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-N-Media-Images – Fotolia.com)

Ein Gedanke zu “Arbeitslosigkeit – Gute Voraussetzungen für eine Gründung

  1. Aus der Arbeitslosigkeit hinein in die Selbstständigkeit ist ein sehr guter Ansatz. Gerade in der Arbeitslosigkeit hat man ein bisschen Zeit und kann sich über alles nötige Informieren. Buchhaltung, Steuern, Marketing, … klasse Beitrag!

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