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Kooperationen – Was gehört in den Kooperationsvertrag?

Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für die Ausarbeitung. Sprechen Sie ausführlich über alle – vor allem eventuell konfliktreichen – Punkte. Ziehen Sie einen kompetenten Berater hinzu. Die Vereinbarung sollte immer schriftlich fixiert werden und folgende Punkte enthalten:

  1. Vertragsparteien mit Adresse und Vertreter
  2. Gegenstand der Kooperation Prüfen Sie dabei, ob alle Kooperationspartner tatsächlich dasselbe Ziel verfolgen und über welchen Weg sie ihr Ziel erreichen wollen.
  3. Leistungsumfang, Rechte und Pflichten der Kooperationspartner Legen Sie fest, wer welche Aufgaben übernimmt bzw. wer gemeinsame Aufgaben wie Werbung, Buchhaltung, Mahnwesen im Auftrag der Kooperationspartner erledigt. Vereinbaren Sie, welche Aufträge Vorrang bei der Bearbeitung haben: Kooperationsaufträge oder Aufträge der einzelnen Kooperationspartner?-
  4. Rechtsbeziehung zwischen Kooperationspartnern und Dritten Vereinbaren Sie, wie sich die Kooperation Dritten gegenüber präsentiert – von der Akquise, Angebotsabgabe, Abwicklung bis hin zur Rechnungsstellung. Entscheiden Sie, wer als Auftragnehmer bzw. Auftraggeber auftritt.
  5. Beginn, Dauer, Kündigung Bei einer befristeten Kündigung sollte das Datum des Kooperationsendes im Vertrag aufgenommen werden.
  6. Kapitaleinlage und Bareinlage Wird zum Zweck der Kooperation eine Kapitalgesellschaft gegründet, ist die Höhe der Kapitaleinlage gesetzlich festgelegt. In allen anderen Fällen wird die Kapitaleinlage individuell festgelegt.
  7. Geschäftsführung Klären Sie, wer die Geschäftsführung übernimmt und welche Befugnisse damit verbunden sind.
  8. Ergebnisregelung Legen Sie fest, ob der Auftraggeber mit der Kooperation oder mit den einzelnen Kooperationspartnern abrechnet. Wie wird die Auftragssumme aufgeteilt? Gibt es eine Provision für Auftragsakquise?
  9. Haftung und Gewährleistung Vereinbaren Sie, in welcher Form die Kooperationspartner für Auftragserfüllung und Gewährleistung haften.
  10. Wettbewerbsverbot Vereinbaren Sie beispielsweise, dass es den Partnern verboten ist, für die Dauer der Kooperation Kunden oder/und Mitarbeiter abzuwerben. Vereinbaren Sie auch genau den diskreten Umgang mit vertraulichen Informationen. –
  11. Ausschluss eines Gesellschafters/Kooperationspartners Halten Sie fest, unter welchen Umständen ein Kooperationspartner ausgeschlossen werden kann bzw. von sich aus kündigen darf.-
  12. Konfliktregelung Vereinbaren Sie, wie Sie welche Art von Konflikten regeln wollen. Benennen Sie ggf. ein Schiedsgericht.
  13. Salvatorische Klausel Halten Sie fest, dass im Falle der Unwirksamkeit einzelner Bestimmungen dieses Vertrags die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt bleibt.
  14. Gerichtsstand, Ort, Datum, Namen

(Quelle: GründerZeiten 25, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-H-J-Paulsen – Fotolia.com)

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