Drucken

Personal – Fachkräftesicherung

CuisinierGründerinnen, Gründer und Unternehmen haben zunehmend Probleme, Fachkräfte zu finden. Handlungsempfehlungen und Praxisbeispiele für diesen Zweck bietet das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung des BMWi an.

Ausbildung

Die Ausbildung des eigenen Nachwuchses bietet ideale Möglichkeiten, Fachkräfte, die das Unternehmen benötigt, passgenau heranzubilden. Bei vielen Jugendlichen finden sich dafür noch unentdeckte Talente. Immer häufiger bieten Unternehmen auch ein duales Studium an und sorgen so für ihren Führungskräftenachwuchs.

Maßnahmen: Besondere Chancen, Interessenten und Talente zu entdecken, ergeben sich durch die Kooperationen mit Schulen. Zudem fördern und moderieren viele IHKs und Handwerkskammern solche Kooperationen im Rahmen ihrer Maßnahmen zur Berufsorientierung.

Weiterbildung

Der schnelle und ständige Wechsel auf den Märkten und in der Technik erfordert neues Wissen und neue Fertigkeiten. Lebenslanges Lernen muss zum Prinzip werden. Lernen dient dabei nicht allein der Leistungssteigerung. Es führt auch zu mehr Kompetenz und Verantwortung und erhöht so die Eigenmotivation der Mitarbeiter. Wichtig ist vor allem, Leistungsträger zu fördern.

Maßnahmen: Weiterbildung kann geschehen durch gezielte Kommunikation am Arbeitsplatz, durch planmäßige Unterweisungen in bestimmten Arbeitsabläufen (z. B. ITK), Lern- und Arbeitstandems oder Qualitätszirkel. Außerhalb des Arbeitsplatzes kommen Seminare oder Workshops in Betracht. Arbeitgeber können Weiterbildungsaktivitäten fördern: durch die Übernahme von Weiterbildungskosten, die Einrichtung von Lernzeitkonten oder auch virtuelle Lernplattformen im Unternehmen.

Frauen

Noch nie war der Anteil beruflich hochqualifizierter Frauen so hoch wie heute. Immer mehr Unternehmen unterschiedlicher Branchen rekrutieren daher zunehmend weibliche Fachkräfte. Jedoch könnten weit mehr Frauen als bisher (wieder) in den Arbeitsprozess integriert werden. Viele Frauen würden auch lieber Voll- als Teilzeit arbeiten oder die Stundenzahl ihrer Teilzeittätigkeit erhöhen.

Maßnahmen: Dabei erwarten die zukünftigen Mitarbeiterinnen von ihren Arbeitgebern die gleichen Chancen, wie sie den männlichen Kollegen eröffnet werden. Das gilt zum Beispiel für die Karrieremöglichkeiten. Außerdem tragen immer noch vor allem Frauen die Verantwortung für die Familie und legen daher großen Wert auf eine gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie: beispielsweise durch Arbeitszeitflexibilisierung oder Telearbeit.

Fachkräfte aus dem Ausland

Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren ist zwar vergleichsweise aufwändig, kann aber sehr lohnend sein.

Maßnahmen: Stellenausschreibungen müssen auch im Ausland erfolgen. Damit die Zusammenarbeit mit ausländischen Arbeitnehmern „funktioniert“, müssen den heimischen Kolleginnen und Kollegen „Interkulturelle Kompetenzen“ vermittelt werden (z. B. Kenntnisse über Religion, das Verhältnis Männer-Frauen, Tabuthemen). Darüber hinaus sollte man für eine „Willkommenskultur“ im Unternehmen sorgen. Dazu gehört auch, dass Arbeitgeber Bewerber bei den Formalitäten unterstützen und Neuankömmlingen den Einstieg ins Alltagsleben erleichtern.

Menschen mit Behinderungen

Arbeitgeber, die einen schwerbehinderten Menschen zusätzlich einstellen, erhalten vom Integrationsamt eine finanzielle Unterstützung. Zur Zielgruppe gehören beispielsweise schwerbehinderte Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung oder mit einer geistigen oder seelischen Behinderung.

Maßnahmen: Möglich sind im Durchschnitt bis zu 600 Euro monatlich für die Dauer von bis zu fünf Jahren. Arbeitgeber, die einen zusätzlichen Ausbildungsplatz für schwerbehinderte Jugendliche schaffen, erhalten vom Integrationsamt eine Prämie von bis zu 3.000 Euro. Nach Abschluss der Ausbildung und Übernahme in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis gibt es eine weitere Prämie von bis zu 5.000 Euro. Weitere Informationen geben die Integrationsämter.

Ältere Beschäftigte

Ältere Beschäftigte sind oft leistungsfähige und motivierte Fachkräfte, die mit ihrer langjährigen Erfahrung für ein Unternehmen besonders wertvoll sind. Ältere haben viele Stärken und Eigenschaften, die in Unternehmen gefragt sind, wie Erfahrungswissen, Zuverlässigkeit und Loyalität.

Maßnahmen: In Frage kommen hier beispielsweise eine alter(n)sgerechte Gestaltung der Arbeit, eine Verbesserung der Balance zwischen Beruf und Privatleben, eine stärkere Weiterbildungsbeteiligung Älterer, aber auch eine gezielte Rekrutierung von Älteren oder ein aktives Gesundheitsmanagement.

(Quelle: GründerZeiten 15, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-Christophe-Fouquin – Fotolia.com)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Hinweis:
Bitte beachten Sie unsere Blogregeln. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihres Kommentars. Je nach Inhalt behalten wir uns vor, von einer Veröffentlichung abzusehen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars stimmen Sie der Veröffentlichung auf dieser Website zu. Auf Wunsch des Absenders können Kommentare auch wieder gelöscht werden. Bitte senden Sie in diesem Fall eine E-Mail an den Administrator.