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Personal – Personalsuche

Minijob„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unser größtes Kapital“, ist von vielen Unternehmenslenkern zu hören. Eine systematische Personalplanung findet aber gerade in neugegründeten kleinen und mittelgroßen Unternehmen eher selten statt. Sie geschieht oftmals spontan und wenig vorausschauend. Der Hauptgrund dafür ist, dass angehende und junge Unternehmerinnen und Unternehmer die Bedeutung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterschätzen, dass sie darum nicht über eine Personalstrategie verfügen und sich die Personalarbeit auf Verwaltung und Abrechnung reduziert. Dazu kommt, dass Unternehmerinnen und Unternehmer neben dem Alltags- oder Kerngeschäft kaum oder nur wenig Zeit für solche „Nebensächlichkeiten“ haben.

Planung oft erst bei Problemen

Das Thema „Personalplanung“ stellt sich für viele Unternehmerinnen und Unternehmer erst, wenn Probleme auftreten. Wenn beispielsweise in der Wachstumsphase des Unternehmens der Personalbestand zu gering ist, um alle Aufträge bewältigen zu können. Oder Qualifikationen gefragt sind, die das Unternehmen nicht anzubieten hat. Spätestens dann dreht sich plötzlich alles darum: Wie findet man gute Mitarbeiter? Und wie bindet man gute Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen?

Wettbewerbsvorsprung sichern

Über qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verfügen ist dabei heute ein entscheidender Wettbewerbsvorsprung. Die fachlichen Anforderungen steigen immer schneller. Der Wettbewerb um Fachkräfte wird in Zukunft härter. Eine vorausschauende Personalarbeit ist daher für die meisten Unternehmen überlebenswichtig. Die drei Kernfragen modernen Personalmanagements sind:

  • Wie und wo findet man gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?
  • Wie lassen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielt fördern?
  • Wie kann man den Fachkräftebedarf eines Unternehmens für die Zukunft sichern?

Personalsuche

Persönliche Empfehlungen

Persönliche Empfehlungen sind immer hilfreich. Fragen Sie im Bekannten- und Verwandtenkreis nach geeigneten Bewerbern. Aber achten Sie darauf: Sie suchen einen zuverlässigen Arbeitnehmer mit ganz bestimmten Qualifikationen. Einem arbeitslosen Freund unter die Arme greifen zu wollen ist ehrenwert, reicht aber als Einstellungsgrund nicht aus.

Anzeigen in Zeitungen und Fachzeitschriften

Geben Sie selbst eine Anzeige auf und/oder suchen Sie im bestehenden Angebot geeignete Bewerberinnen oder Bewerber aus. Informieren Sie sich, welche Lokalzeitungen, überregionale Zeitungen (für Führungspersonal, Spezialisten, Akademiker) oder Fachzeitschriften in Frage kommen. Je nach Qualifikation und Region sollten Sie das geeignete Printmedium auswählen.

Online-Börsen

Im Internet gibt es jede Menge Job- Börsen, meist spezialisiert nach bestimmten Berufsgruppen oder Branchen. Die Eingabe der Stellenangebote ist in der Regel kostenlos.

Universitäten, Fachhochschulen

Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besonders für Hightech- oder Lifescience-Unternehmen, findet man u. a. auch über die Schwarzen Bretter oder über Empfehlungen von Lehrkräften an Hochschuleinrichtungen.

Arbeitsagentur

Die Personalsuche über die Agenturen für Arbeit vor Ort funktioniert am besten im persönlichen Gespräch. Kontakt zur Agentur kann man aber auch telefonisch, per Brief, Mail oder Fax aufnehmen. Ein möglichst präzises Stellenangebot sowie eine genaue Tätigkeits- und Qualifikationsbeschreibung sind wichtige Voraussetzungen für passgenaue Vermittlungsvorschläge.

Private Stellenvermittlung

Erkundigen Sie sich, ob die von Ihnen gewählte private Stellenvermittlung auch die richtige für Ihre Branche ist. Das Vermittlungshonorar, das vom Auftraggeber – also von Ihnen – zu zahlen ist, orientiert sich am Gehalt des zu vermittelnden Arbeitnehmers.

Leiharbeitsfirmen und Personal-Service-Agenturen (PSA)

Zeit- oder Leiharbeitsfirmen stellen Arbeitnehmer ein und überlassen diese gegen Gebühr anfragenden Unternehmen. Als Arbeitgeber können Sie so kurzfristig Personalengpässe ausgleichen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Arbeitnehmer erst einmal kennenzulernen, bevor Sie sie in ein festes Beschäftigungsverhältnis übernehmen.

(Quelle: GründerZeiten 15, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: ©-Kurhan – Fotolia.com)

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