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Soziale Dienstleistungen – Kunden und Formalitäten

Der Schlüssel zum ErfolgKunden finden

Voraussetzung:

Professionelle Geschäftsausstattung (z. B. Logo, Firmenschild, Briefpapier, Flyer, Visitenkarten, Präsentationsmappe)

So können Sie potenzielle Kunden auf sich aufmerksam machen:

  • Angebote gemeinsam mit anderen Anbietern, die schon Zugang zu dieser Zielgruppe haben
  • Ansprechende und suchmaschinenoptimierte Internetseite
  • Anzeigen in Anzeigenblättern schalten in Verbindung mit redaktionellem Artikel
  • Anzeige „Gelbe Seiten“
  • Anzeigen in lokalen, regionalen Tageszeitungen (ggf. auf Sonderseiten)
  • Autowerbung
  • Events (z. B. zielgruppenbezogene Kunstausstellungen)
  • Expertenrolle bei Moderationen (z. B. Radio, Podiumsdiskussionen)
  • Fachartikel in Fachzeitschriften
  • Infostand auf dem Markt
  • Messestand auf Fachmessen
  • Mitarbeit in Gremien und Arbeitskreisen
  • Tag der offenen Tür
  • Vorträge und Workshops auf Fachtagungen/Messen/Kongressen

Hier können Sie Ihre sozialen Dienstleistungen anbieten und ggf. Flyer auslegen:

  • Andere Anbieter sozialer Leistungen (z. B. haushaltsnahe Dienstleistungen)
  • Apotheken
  • Arztpraxen
  • Beratungseinrichtungen (für ältere und pflegebedürftige Menschen), Pflegestützpunkte
  • Cafés
  • Gemeindezentren
  • Gesundheits-und Wellnesseinrichtungen
  • Kinos
  • Kirchengemeindezentren
  • Praxen/Büros sozialer Dienstleister
  • Psychosozialer Dienst des Gesundheitsamtes
  • Sportvereine
  • Stadtteilbüros
  • Tagungshäuser
  • Theater
  • Spezialisierter Einzelhandel (z. B. Reformhäuser, Sanitätsfachgeschäfte, Boutiquen)

Hier können Sie sich zu poten­ziellen Kunden vermitteln lassen:

  • Kranken-/Pflegekasse (Vertragsabteilung)
  • Sozialamt, Jugendamt
  • Landschaftsverband oder Kommunalverband für Jugend und Soziales

Für die Planung besonders wichtig: Probleme kennen

Vollerwerbsselbständigkeit

Häufig können diejenigen, die soziale Dienstleistungen in Anspruch nehmen, diese nicht selbst bezahlen. Gleichzeitig nimmt das „öffentliche“ Budget, das dafür zur Verfügung steht, ab. Dazu kommt: Die Umsätze und Gewinne bei den sozialen Dienstleistungen sind meist niedriger als in anderen Branchen. Das bedeutet, dass man durch eine soziale Gründung nicht immer (oder zumindest nicht sofort) eine Vollerwerbsselbständigkeit erreichen kann.

Gründungsfinanzierung

Das erforderliche Startkapital für Gründungen im sozialen Bereich ist – je nach Geschäftsidee – unterschiedlich. Während Tagesmütter schon mit rund 1.000 Euro starten können, muss man für Kindertageseinrichtungen (ca. 20 Plätze) in gemieteten Räumen mit 50.000 Euro rechnen. Die Bereitschaft der Banken, ein soziales Projekt zu finanzieren, ist nicht sehr ausgeprägt. Grund: Den meisten Beratern ist der soziale Bereich fremd, und es gibt nur wenige Branchendaten. Ein solider und überzeugender Businessplan ist in dieser Branche deshalb besonders wichtig. Eine Kreditbewilligung hängt in vielen Fällen von den Sicherheiten der Gründerin bzw. des Gründers ab.

Unternehmensnachfolge statt Neugründung

Eine Alternative zu einer Neugründung– etwa eines ambulanten Pflegedienstes mit Kassenzulassung – und deren Finanzierung kann eine Übernahme sein. Vorteil gegenüber einer Neugründung: Der Umsatz und die Kostendeckung (vor allem Personalkosten) können durch den übernommenen Kundenstamm von Anfang an gedeckt sein. Zur Finanzierung des Kapitalbedarfs kommen übrigens in aller Regel die gängigen Förderprogramme des Bundes und der Länder infrage.

Formalitäten

Gründerinnen und Gründer im sozialen Bereich haben für die Zulassung durch die Kranken-und Pflegekasse besondere Anforderungen bei der Sach- oder Personalausstattung zu erfüllen (z. B. Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, Zahl der Mitarbeiter mit abgeschlossener Berufsausbildung, mit mehrjähriger Berufserfahrung usw.). Hinzu kommen meist besondere Formalitäten (z. B. Qualitätsvorschriften des jeweiligen Arbeitsfeldes z.B. nach dem Heimgesetz, LandesKiTa Gesetz usw.) und Antragsverfahren. In manchen Bereichen ist eine Gründung nur möglich, wenn eine Mindestanzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern beschäftigt wird (z. B. ambulanter Pflegedienst). Für Pflegeheime sind beispielsweise zusätzliche bauliche Vorgaben zu beachten.

(Quelle: GründerZeiten 55, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis:  ©-Gunnar-Assmy – Fotolia.com)

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