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Notwendige Schritte zur Sanierung

wegen INSOLVENZ geschlossen - Schild am WerkstorGute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Sanierung

  • Ihr Unternehmen arbeitet grundsätzlich rentabel.
  • Sie kennen Ihren Markt und Ihre Wettbewerber gut.
  • Ihre Wettbewerber sind vielfach in der gleichen schlechten Situation.
  • Sie haben kompetente, verantwortungsbewusste und motivierte Mitarbeiter, die Ihnen vertrauen.

Sanierung ist Chefsache: Vorbildliches Verhalten der Unternehmensleitung muss sein, damit die Mitarbeiter Veränderungen und Sparpläne akzeptieren und umsetzen helfen! Nehmen Sie die besten Leute aus Ihrem Unternehmen und bilden Sie ein so genanntes „Sanierungsteam“. Dieses Team soll Sie u. a. entlasten: Sie sollen ja „draußen“ verkaufen und mit hilfreichen „Kontakten“ sprechen.

Oft sind jedoch Sanierungserfahrung und entsprechendes betriebswirtschaftliches Know-how nicht in ausreichendem Maße im Unternehmen vorhanden. Darum: Sorgen Sie unbedingt für externe Hilfe (Unternehmensberater, Sanierungsexperten)! Außenstehende können Ihre besonderen Probleme oft besser analysieren als Sie selbst.

Merkpunkte zur Unternehmenssanierung

Überprüfen Sie Ihr Unternehmenskonzept

  • Sind Ihre Produkte heute noch so gefragt wie früher?
  • Sind Sie inzwischen von Wettbewerbsprodukten eingeholt worden?
  • Gibt es neue Trends?
  • Sind Ihre Märkte gesättigt?
  • Ist Ihr Vertrieb erfolgreich?
  • Haben Sie besonders hohe Kosten?
  • Haben Sie das richtige Führungspersonal?
  • Bei Kapitalgesellschaften: Welche Fristen sind bzgl. der (drohenden) Insolvenzantragspflicht zu beachten?

Wichtig ist: Besinnen Sie sich auf das, was Sie am besten können!

Mögliche Sofortmaßnahmen gegen Zahlungsunfähigkeit

  • Bareinlage/Gesellschafterdarlehen
  • Verkauf von nicht betriebsnotwendigen Vermögensteilen
  • Bestandssonderverkauf
  • massives Einholen von Forderungen
  • Übergabe an Inkassofirmen

Erste Schritte zur Liquiditätsverbesserung

  • Stillhalte-Abkommen mit Kreditinstituten und Lieferanten schließen und dabei Vertrauen stärken
  • Aufbau eines effizienten Mahnwesens
  • Rechnungswesen verbessern
  • Privatentnahmen anpassen
  • Prüfen, ob öffentliche Förderprogramme des Bundes und/oder der Länder in Anspruch genommen werden können (Liquiditätsdarlehen, Bürgschaftsprogramme usw.)
  • Verhandlungen mit Factoringinstituten

Stabilisierung der Rentabilität

  • Straffung der Organisation („Keep it simple and flexible“)
  • „outgesourcte“ Buchhaltung im Unternehmen selbst durchführen
  • Verminderung der betrieblichen Kosten (Dienstwagen, Zulagen)
  • Einführung einer leistungsbezogenen Vergütung

Möglichkeiten zur langfristigen Stärkung des Unternehmens

  • andere Unternehmensstruktur: Neue Gesellschafter, Eingliederungen, Auslösungen, Verselbständigung von Service-Abteilungen usw.
  • besseren Standort suchen
  • Standorte zusammenlegen (Produktion und Lager)
  • entscheiden: selbst produzieren oder dazukaufen?
  • neue Produkte, Programme, Sortimente entwickeln
  • neue Produktionsverfahren einführen (effektiver, kostengünstiger)
  • neue Märkte erschließen
  • frühzeitig Chancen und Risiken erkennen

Straffe Umsetzung

Legen Sie fest:

  • Was soll zur Erreichung eines Zieles konkret gemacht werden?
  • Wer soll es machen?
  • Wann soll es beendet sein?
  • Wann soll er/sie anfangen?

(Quelle: GründerZeiten 22, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: 2©-Markus-Bormann – Fotolia.com)

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