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Krisenmanagement

Frau mit Schulden und RechnungenJeder – wirklich jeder – Unternehmer macht Fehler. Zur existenzbedrohenden Krise entwickeln sich unternehmerische Fehler allerdings erst dann, wenn man die Fehlentwicklungen nicht erkennt und korrigiert. Dies kann schnell eintreten, wenn

 

  • das Unternehmen von veränderten Marktgegebenheiten überrascht wird;
  • Absatz und Verkaufszahlen zurückgehen;
  • Kunden ihre Rechnungen nicht oder verspätet bezahlen.

Besonders verhängnisvoll ist, wenn die Unternehmensleitung unsicher ist über die Unternehmenslage, notwendige Entscheidungen zu langsam trifft oder aber nach dem „Prinzip Hoffnung“ weiter wirtschaftet, anstatt die Krise zu meistern.

Wie kommt es zu Unternehmenskrisen?

Krisen in kleinen und mittleren Unternehmen sind – seltener – durch äußere Einflüsse wie schlechte Konjunktur oder Veränderungen des Marktes bedingt. Viel häufiger kommen sie „von innen“. Die Gründe liegen dann fast immer in Fehlern der Unternehmensführung, z. B.:

  • Mängel in Planung und (Markt-) Information
  • ungenügende Berücksichtigung der Marktentwicklungen
  • Fehler bei der Gestaltung des Produkt- bzw. Dienstleistungsprogramms
  • Fehlentscheidungen bei der Standortwahl
  • Fehlentscheidungen bei der technologischen Ausstattung und Rohstoffsicherung
  • mangelhafte finanzielle Ausstattung (z. B. zu wenig Eigenkapital)
  • mangelhaftes Kreditmanagement (Lieferantenkredite)

Früherkennung von Unternehmenskrisen

Es gibt erprobte Hilfsmittel, um Problemen auf die Spur zu kommen. Als erstes Früherkennungsinstrument kann die „Früherkennungstreppe“ dienen. Für eine Früherkennung sollten Sie sich z. B. mit Ihren Finanzen und Kosten, der Entwicklung des Unternehmensumfeldes, den unternehmerischen Fähigkeiten, der Motivation der Mitarbeiter, der Zufriedenheit der Kunden, der Leistungsverbesserung und nicht zuletzt der Gestaltung der ganz persönlichen Zukunft beschäftigen. Leichtere unternehmerische Schieflagen können Sie so schnell abstellen. Wenn die Probleme aber bereits gravierende finanzielle Auswirkungen haben, müssen Sie entschlossen handeln. Vor allem dann, wenn das Unternehmen in eine echte Notlage geraten ist. In diesem Fall müssen Sie mit professioneller Hilfe ein aktives Krisenmanagement einleiten.

Tipp: Früherkennung ist wichtig. Reservieren Sie sich daher jeden Tag eine Viertelstunde, um sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Wenn das erst einmal zur Gewohnheit geworden ist, wird es Ihnen immer leichter fallen und der Nutzen wird schnell den Aufwand übersteigen.

Was tun bei Unternehmenskrisen?

Zunächst muss die Frage beantwortet werden, ob die Krise noch durch eine Kurskorrektur bewältigt werden kann oder ob das Unternehmen (z. B. bei anhaltenden Liquiditätsschwierigkeiten) akut in seiner Existenz bedroht ist und deshalb eine radikale Sanierung erforderlich ist

Tipp: Lassen Sie sich bei jeder finanziellen Krise, bei der auch die Existenz Ihres Unternehmens akut gefährdet sein kann, beraten, z. B. bei Kammern. Darüber hinaus leisten Unternehmensberater professionelle Hilfe. Krisenberatungen können z. B. vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden.

Unternehmenskrisen müssen nicht sein

Jede unternehmerische Selbständigkeit bringt Risiken mit sich. Diese Risiken müssen und können allerdings so weit reduziert werden, dass die Erfolgsaussichten einer Unternehmung bei weitem überwiegen. Folgende Mindestgrundsätze muss jedes neue Unternehmen dafür beachten:

  • Verschaffen Sie sich aktuelle Informationen zu Ihrem Markt.
  • Sorgen Sie für eine sorgfältige Unternehmensplanung und deren Umsetzung (Controlling).
  • Organisieren Sie eine zeitnahe und aussagekräftige Buchhaltung.

(Quelle: GründerZeiten 22, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis:  2©-Gina-Sanders – Fotolia.com)

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