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Sechs Merkpunkte für Existenzgründungen aus der Wissenschaft

Start Up1. Großes Fachwissen – keine kaufmännischen Kenntnisse

Viele Hochschulabsolventen haben ein großes Fachwissen. Das allein reicht aber nicht aus, um als Existenzgründer erfolgreich zu sein. Kaufmännisches Wissen ist für den Bestand einer Existenzgründung genauso wichtig wie fachliches Know-how. Wichtig: Informations-und Qualifikationsdefizite gehören zu den häufigsten Pleiteursachen.

2. Gute Gründungsidee – fehlende Marktkenntnisse

Viele Hochschulabsolventen gründen ein Unternehmen mit einer ganz besonderen Geschäftsidee – gerade technologieorientierte Gründer, die vielleicht sogar eine Erfindung gemacht haben. Ihnen fehlen allzu oft aber Kenntnisse darüber, welche Produkte oder Dienstleistungen am Markt bestehen können oder ob es Konkurrenten mit einem ähnlichen Angebot gibt.

3. Hoher Kapitalbedarf

Vor allem für ein technologieorientiertes Unternehmen benötigen Gründer viel Kapital. Besonders dann, wenn für eine Erfindung erst ein Prototyp erarbeitet werden muss, bevor das Produkt in Serie hergestellt werden kann. Mit einem passenden Finanzplan – der auch staatliche Fördermittel, Bürgschaften und Beteiligungskapital berücksichtigt – können hohe Forschungs-, Entwicklungs-und Investitionskosten gedeckt werden.

4. Gute Geschäftsidee – kein Vertriebsnetz

Viele – vor allem technologieorientierte – Gründer haben eine exzellente Geschäftsidee. Sie vergessen darüber aber oft, zu ermitteln, welche Kunden für ihr Angebot infrage kommen und wie diese erreicht werden können. Wichtig: Ohne ein gutes Vertriebsnetz nützen das beste Produkt und die beste Dienstleistung nichts. Knüpfen Sie Kontakte, z.B. auf Messen, und orientieren Sie sich auch über Vertriebswege, z.B. über die Auslandshandelskammern oder die Germany Trade and Invest GmbH.

5. Kooperationspartner

Gerade für technologieorientierte Gründungen benötigt man viel Kapital; Das unternehmerische Risiko ist hoch, der Bedarf an Know-how ebenso. Hier mit einem oder mehreren Partnern zu arbeiten, hat viele Vorteile: Ausgleich fachlicher bzw. kaufmännischer Defizite, höheres Eigenkapital, größerer Anteil an Geldern aus Förderprogrammen, Risikostreuung. Technologie-und Gründerzentren, die sich häufig in der Nachbarschaft von Hochschulen angesiedelt haben, leisten gute Hilfestellung bei der Suche nach einem Kooperationspartner. In jedem Fall gilt: Lassen Sie sich beraten! Suchen Sie sich Hilfe und Unterstützung für den Weg in die Existenzgründung!

6. Beratung

Nehmen Sie Kontakt zur Gründungsinitiative bzw. zur Transferstelle Ihrer Hochschule auf. Diese wird Sie gern beraten und weiterlotsen. Eine Übersicht über die mit dem BMWi-Programm EXIST geförderten Gründungsinitiativen und Transferstellen finden Sie unter www.exist.de.

(Quelle: GründerZeiten 12, BMWi, Berlin)
(Bildnachweis: © Pixelrohkost – Fotolia.com)

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