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Internationale Märkte – Worauf sollte man als Gründer und Startup achten?

EuropaletteDer Handel wird immer internationaler und globaler

Wer heute als Gründer ein Startup aus der Taufe hebt, gründet damit nur selten ein lokales Unternehmen. Der internationale Handel wirkt sich inzwischen auch fast immer auch auf Startups aus. Neben den Fortschritten in Technologien und der Produktion ist es der Handel, der die Produkte und die Menschen auf allen Kontinenten, die mit der Herstellung beschäftigt sind, miteinander verbindet. Der globale und internationale Handel schweißt nicht nur die einzelnen Glieder in der Wertschöpfungskette zusammen, sondern ist längst überall angekommen.

Worauf bei Internationalen Geschäftsbeziehungen zu achten ist

Wer international agieren kann, spielt schnell ganz vorne mit. Das ist auch mit einem Startup oder einer Unternehmensgründung möglich. Denn gerade das Ausland bietet hervorragende Potentiale für den Markt. Sei es, um die Kosten für die Beschaffung von Rohstoffen zu senken oder aber auch, um neue und weitläufigere Märkte für den Absatz der Produkte zu erschließen. Damit ein solches Auslandsgeschäft gut funktioniert, ist es hilfreich, wenn man sich über die Gepflogenheiten in dem jeweiligen Land informiert und sich erfahrene Partner sucht. Denn zu einem internationalen und interkulturellen Management gehört auch ein fundiertes Wissen über die Gepflogenheiten, wie sie in dem Land herrschen, mit dessen Menschen gearbeitet und gehandelt werden soll.

Die Spielregeln für den globalen Handel sind in vielen Bereichen von den großen Handelsorganisationen festgelegt, doch es sind immer noch genügend Fallstricke gespannt: Hier hilft es, wenn man im internationalen Handelsrecht kundige Steuer- und Rechtskanzlei an seiner Seite weiß, wenn es um Fragen der Produkthaftung, der Zuverlässigkeit und auch der gewünschten Qualität geht, die geliefert werden soll. Wer Produkte entwickelt und auf den Markt bringt, der möchte in aller Regel, dass diese qualitativ hochwertig und zuverlässig funktionieren – egal ob es sich dabei beispielsweise um Textilien oder technischen Produkte handelt. Hier ist es besonders wichtig, dass sich der Unternehmer auf die Zuverlässigkeit seines Lieferanten verlassen kann, auch wenn dieser am anderen Ende der Welt zu Hause ist.

Neben den großen Playern sind die Micro-Unternehmen auf dem Vormarsch

Wer denkt, dass im internationalen Handel nur die großen „Player“ eine Rolle spielen, der hat sich geirrt. Zwar gibt es diese marktbeherrschenden Giganten, doch neben diesen gibt es auch eine ganze Reihe an kleinen, den sogenannten Micro-Unternehmen, die vom heimischen Wohnzimmer aus agieren, manchmal allein oder mit der Familie als Unterstützung ihre Geschäfte online abwickeln – und dies sogar sehr erfolgreich. Zwar werden diese weder von der Öffentlichkeit, noch von der Politik oder den Wirtschaftsunternehmen besonders wahrgenommen und eher als klein und unbedeutend belächelt, doch sie bilden ein wesentliches Fundament im Gründungsbereich, welches immer mehr an Bedeutung gewinnt. Auch in Deutschland starten Startups und Gründer nicht selten auf diese Weise ihr Geschäftsaktivitäten.

Internationales Gewährleistungsrecht beachten

Im internationalen Handel ist der junge Gründer auf der sicheren Seite, wenn er sich im internationalen Handelsrecht mit dessen Tücken einigermaßen auskennt. Denn bereits das deutsche Gewährleistungsrecht bietet genügend Irrwege. Dazu kommt, dass oft weder die Kunden, noch die Verkäufer genau wissen, wie Gewährleistungsfälle korrekt abgewickelt werden müssen. Immerhin ist nach dem Gesetz der Verkäufer verpflichtet, für defekte Ware einzustehen. Wer sich auf die Widerrufsfrist beruft, um damit das Verlangen nach einer Reparatur eines defekten Teils zu umgehen, verwechselt Gewährleistungsrecht und Widerrufsrecht. Die sind nicht nur unterschiedlich, sondern bestehen nebeneinander und sind strikt voneinander zu trennen. Im internationalen Handel sollte man als Gründer und Startup-Unternehmen diese Punkte entsprechend ebenfalls im Hinterkopf haben – unabhängig davon, ob man sich im B2C oder B2B Bereich tätig ist.

Regionale Kenntnisse sind dringend notwendig

Fazit: Wer als Startup-Unternehmer international tätig sein möchte, sollte sich unbedingt mit den rechtlichen, wirtschaftlichen und kulturellen Eigenschaften – auch in Bezug auf seine Branche – in den jeweiligen Ländern auseinandersetzen. Dies gilt besonders dann, wenn man mit Partnern in den jeweiligen Ländern zusammenarbeitet, mit denen man bisher noch keine oder nur wenige geschäftliche Erfahrungen sammeln konnte. Hat man jedoch seine passenden und zuverlässigen Partner gefunden, dann stehen Gründern und Startups am internationalen Markt nahezu alle Türen offen.

(Gastbeitrag von Peter Schmidt, www.industrystock.de)
(Bildnachweis: ©-cmfotoworks – Fotolia.com)

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