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Fallstricke bei schlechten Übersetzungen

Binary code - Virus searchWomit können Gründer den Markt im Ausland erobern? Mit Fremdsprachen vervielfacht sich jeder Kundenstamm sehr schnell. In einem immer weiter zusammenwachsenden Europa haben viele mittelständische Unternehmen längst ihre Chance genutzt und exportieren auch ins Ausland. Schließlich sind viele Nachbarländer nur wenige Kilometer entfernt. Dazu kommt, dass über das Internet auch weiter entfernte Staaten in greifbare Nähe rücken. Eine der größten Hürden beim Handel mit dem Ausland ist die Sprache. Vieles läuft auf Englisch, anderes wird von Fall zu Fall in der Muttersprache des Ziellandes abgewickelt. Vor allem bei wichtigen Dokumenten wie Verträgen, Angeboten, Bestellungen und offiziellen Briefen kann jedes einzelne Wort von Bedeutung sein.

Jedes Wort zählt

Wer hat noch nie eine E-Mail oder einen Brief erhalten, der schlecht übersetzt war. Das Spektrum reicht dabei von Schriftstücken, die gravierende Rechtschreibfehler beinhalten bis hin zu Texten, die nahezu unverständlich sind oder falsche Werbebotschaften die völlig falsch interpretiert werden. Am Telefon oder in einem Meeting kann man auch mit schlechten Sprachkenntnissen punkten, indem man sich Mühe gibt, sympathisch ist und mit einem Lachen am Ende erfolgreich verhandelt. Aber nichts wirkt unprofessioneller als ein offizielles Schriftstück, das den neu geknüpften Kontakt untermauern soll, das aber voller irreführender Fehler steckt. Vor allem bei technischen Texten aber auch bei allen anderen Dokumenten kann ein Fehler in der Formulierung schnell dazu führen, dass Missverständnisse entstehen.

Man denke nur daran, dass im englischen die hohen Zahlworte „Billion“ und „Trillion“ nicht wortwörtlich ins deutsche übersetzt werden können. Zu einer guten Übersetzung gehört auch das Umrechnen von Meilen in Kilometer oder Unzen und Gramm. Auch hierbei unterlaufen immer wieder folgenschwere Fehler, die auf unprofessionelle Übersetzungen zurück zu führen sind und durch sorgfältige fachgerechte Übersetzungen vermieden werden könnten. Ein Pfund in England ist noch lange kein Pfund in Deutschland, auch wenn der Trugschluss nahe liegt. Und je nachdem, wie viele Pfund man bestellt, kann der Irrtum schnell ins Geld gehen.

Stolperfallen bei Übersetzungen

Viele Menschen sprechen mehr oder weniger gut englisch. Das Englische wird heute schon als eine wichtige Voraussetzung beim Vorstellungsgespräch gefordert. Aber selbst wenn ein Unternehmen viele Mitarbeiter hat, die sich gut auf Englisch mit ihren Kunden und Partnern unterhalten können, so ist bei einem technischen Text oder bei einem offiziellen Brief sehr viel mehr gefragt als bei einem Gespräch unter Kollegen. Ein einziges Wort kann so viele Bedeutungen haben und durch eine falsche Übersetzung kann ein Satz schnell eine andere Bedeutung bekommen. Das Wort „Slot“ zum Beispiel kann entweder ein Schlitz, eine Nische oder eine Vertiefung sein. Je nach Zusammenhang kann es aber auch für einen technischen Schacht stehen oder einen Sendeplatz im Fernsehen stehen. Mit solchen Finessen wird nur ein professioneller Übersetzer fertig, der einerseits die sprachlichen Fähigkeiten hat und andererseits auch fachliches Verständnis mitbringt.

Wer kennt nicht diese Internetseiten, die verschiedene Produkte oder Angebote bewerben, die aber mit einem schlechten Übersetzungsprogramm im Computer übersetzt wurden. Egal von welcher Sprache aus die Übersetzung gestartet wurde, man merkt sofort, dass kein menschliches Wesen diesen Text korrigiert hat. Oft entstehen Formulierungen, die nicht selten den Leser zu lautem Lachen verleiten. Aber wer seinen Kunden oder Geschäftspartner nicht gut unterhalten sondern für seine Geschäfte gewinnen will, der muss Wort für Wort auf seine Übersetzungen achten. Professionelle Übersetzungsunternehmen garantieren dafür, dass alle Verträge, Angebote, Werbetexte und offiziellen Briefe auf höchstem Niveau verfasst werden und keine Missverständnisse entstehen, die den Erfolg von langen Verhandlungen am Ende zunichte machen könnten. Nur so können Existenzgründer mit ihrem Start-Up-Unternehmen auch international Erfolge feiern.

(Peter Schmidt, TypeTime Translations GmbH)
(Bildnachweis: ©-stillkost – Fotolia.com)

3 Gedanken zu “Fallstricke bei schlechten Übersetzungen

  1. Danke dafür, dass Sie einem vor Augen führen, wie wichtig eine gute Übersetzung ist. Dass auch Umrechnungen dazugehören oder einfach die Wahl eines inhaltlich passenden Begriffes statt einer bloßen wörtlichen Übersetzung. Ein Problem bei der Nutzung von Programmen kann auch sein, dass man sich an Falsches gewöhnt, weil man es eben so gesehen hat. Dann weiß man nicht mehr, was richtig ist und was nicht.

  2. Danke für die Tipps zum vermeiden von Stolperfallen beim Übersetzen. Ich habe auch, so muss ich bestätigen, schlechte Erfahrungen mit Programmen gemacht. Ich habe mir für alte Urkunden meiner Oma nun eine Polnisch Deutsch Übersetzung organisiert.

  3. Ich habe auch vor einiger Zeit gegründet und gerade bin ich dabei die homepage auch in englischer Sprache anzubieten. Das heißt, ich muss wahnsinnig viel Übersetzungen machen. Und auch wenn man glaubte, man sei der englischen Sprache mächtig, gibt es doch oft Situationen in denen ich einfach nicht weiter weiss. Ich verdrehe die Übersetzung, prüfe nochmal mit den im Internet gegebenen Übersetzungstools durch und lasse den Text auch manchmal zwei Wochen liegen. Bis ich mir meine Übersetzung wieder greife und mir manchmal auch ein Licht aufgeht! 🙂 Ich gebe mir sehr viel Mühe bei der Übersetzung, denn nichts ist peinlicher, wenn die zukünftigen Kunden einen richtig miesen Text lesen müssen! Wenn ich mir sicher bin über den bearbeiteten Text schicke ich ihn trotzdem noch mal zum Lektorat einer Übersetzungsagentur. Das ist dann etwas günstiger und ausserdem habe ich versucht die englische Sprache etwas mehr zu verstehen.

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