Drucken

Factoring – Eine Finanzierungsalternative

FactoringHinter vielen Liquiditätsengpässen steht ein verzögerter Zahlungseingang auf der Kundenseite. Hier kann Factoring Abhilfe schaffen. Factoring ist der laufende Verkauf von kurzfristigen Forderungen aus Lieferung und Leistung an eine Factoringgesellschaft (Factor) innerhalb zuvor festgelegter Ankaufslinien, die von Factoringgesellschaften mit dem jeweiligen Abnehmer vereinbart werden. Die Forderungen entstehen dadurch, dass ein Unternehmen seinen Kunden ein Zahlungsziel und somit einen Lieferantenkredit gewährt. Durch Factoring werden die Außenstände des Unternehmens wesentlich reduziert und das Ausfallrisiko verringert. Durch die Reduzierung des Forderungsbestandes erhöht sich zudem die Eigenkapitalquote.

Factoring eignet sich insbesondere dann, wenn es sich bei den Abnehmern um gewerbliche Kunden handelt, wenn die der Forderung gegenüberstehende Leistung vollständig erbracht worden ist und wenn die Zahlungsfristen maximal 90 Tage betragen. Aus Rentabilitätsgründen sollten Factoringkunden auf jeden Fall einen Jahresumsatz von mehr als 500.000 Euro aufweisen. Inzwischen werden Aufgrund erhöhter Nachfrage auch für  Unternehmen die kleinere Umsätze erzielen Factoringmöglichkeiten angeboten.

(Bildnachweis: © contrastwerkstatt – Fotolia.com)

8 Gedanken zu “Factoring – Eine Finanzierungsalternative

  1. Vielen Dank für den informativen Artikel zum Thema Factoring, das vielen Selbstständigen noch immer relativ unbekannt ist.

    Insebsondere für mittelständische Unternehmen, die durch einen Zahlungsausfall seitens der Kunden schnell in finanzielle Nöte geraten, kann Factoring eine geeignete Form der Unternehmensfinanzierung sein.

    Auf der Seite von Bibby Financial Services findet man weiterführende Informationen zu den Factoring-Formen Full Service Factoring, Inhouse Factoring und Export Factoring.

  2. Einen kostenlosen Einsteigerkurs und Informationen für mittelständische Unternehmen sowie Erklärungen und Definitionen für die vielen Begriffe, die doch für in das Thema einsteigende Unternehmen und Unternehmer recht neu sind, bietet das Mittelstandsportal-Factoring.

  3. Noch ein paar – hoffentlich hilfreiche – Anmerkungen zum Mindestumsatz:

    250 T€ bis 3.000 T€ Jahresumsatz
    Es kann Standard-Factoring eingesetzt werden, aber die Finanzierungskosten liegen häufig bei >10%.

    3.000 T€ bis 10.000 T€ Jahresumsatz
    Unterer Kernbereich des Factoring. In der Praxis sieht man auch Inhouse-Verfahren oder stilles Factoring.

    10 M€ bis 100 M€ Jahresumsatz
    Mittlerer Kernbereich des Factoring. Es wird oft das Inhouse-Verfahren ohne Offenlegung der Zession engesetzt.

    100 M€ bis 1.000 M€ Jahresumsatz
    Oberer Kernbereich des Factoring: Cashmanagement-Konten, Hedging von Fremdwährungen und Tax Planning durch Konzernkonsolidierung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Hinweis:
Bitte beachten Sie unsere Blogregeln. Es besteht grundsätzlich kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihres Kommentars. Je nach Inhalt behalten wir uns vor, von einer Veröffentlichung abzusehen. Mit dem Absenden Ihres Kommentars stimmen Sie der Veröffentlichung auf dieser Website zu. Auf Wunsch des Absenders können Kommentare auch wieder gelöscht werden. Bitte senden Sie in diesem Fall eine E-Mail an den Administrator.